Wissenschaft ist für Populationen gemacht.
Gesundheit ist persönlich.

Wir liefern nicht nur eine Zahl.
Wir arbeiten daran, dass du dich auf sie verlassen kannst.
Ein biologisches Alter kannst du heute an vielen Stellen kaufen. Die schwierige Frage kommt danach: Wie verlässlich ist der Wert, und ab wann bedeutet eine Veränderung wirklich etwas?
Deshalb erforschen wir, was der Durchschnitt nicht beantworten kann: Was bedeutet das für dich? Daran arbeiten wir seit Mitte 2023, mit einer eigenen Analyseumgebung und fachärztlich gegengeprüfter Auswertung. Diese Seite legt offen, wie weit wir damit sind.
Die Wissenschaft war nie weiter.
Kaum ein Bereich der Biomedizin hat sich so schnell entwickelt wie die Alternsforschung. Was lange als Schicksal galt, ist heute ein messbarer Prozess. Das wichtigste Werkzeug sind epigenetische Uhren: Rechenmodelle, die aus dem Muster der DNA-Methylierung ein biologisches Alter schätzen.
In großen Kohortenstudien sagt dieses biologische Alter Sterblichkeitsrisiken besser voraus als das Geburtsdatum, vielfach unabhängig reproduziert. An Gruppen gewonnen, erlaubt es dem Einzelnen heute eine fundierte Standortbestimmung. Der nächste Schritt: daraus eine Verlaufsmessung machen, die Fortschritte früh und eindeutig zeigt. Genau dort arbeiten wir.
Dein Fortschritt soll sichtbar werden.
Schnell und eindeutig.
Gemessen wird die DNA-Methylierung: chemische Markierungen auf dem Erbgut, die sich mit dem Alter systematisch verändern. Analysiert werden die Proben bei Eurofins Genomics, einem nach ISO 17025 akkreditierten Labor. Die Labortechnik dahinter ist etabliert. Unsere eigene Arbeit beginnt bei der Auswertung der Rohdaten: bei der Frage, wie aus einer Messung eine Aussage wird, auf die du dich verlassen kannst.
Eine einzelne Messung beantwortet die Frage: Wo stehe ich? Das können epigenetische Uhren heute gut. Die wertvollere Frage kommt danach: Wirkt, was ich tue? Je feiner eine Veränderung sichtbar werden soll, desto präziser muss die Messung sein. Denn jede Messung trägt ein Rauschen, und verschiedene Uhren betonen verschiedene Facetten des Alterns.
Welcher Wert ist deiner?
Wer diese Frage präzise beantwortet, macht Fortschritt sichtbar, sobald er entsteht. Genau daran arbeiten wir.
Die Messlatte für verlässliche Verlaufsmessungen.
Vier Kriterien entscheiden, ob eine Veränderung wirklich messbar ist.
Wiederholbarkeit
Dieselbe Probe, zweimal gemessen, muss zum selben Ergebnis führen. Sonst misst der Verlauf das Labor und nicht dich.
Plattformstabilität
Das Ergebnis darf nicht von Messtechnik oder Charge abhängen. Eine gute Auswertung gleicht solche Unterschiede aus, statt sie an dich weiterzureichen.
Echte Veränderung
Ein Anbieter muss sagen können, ab welcher Differenz eine Veränderung echt ist und keine Zufallsschwankung. Ohne diese Grenze ist jeder Verlauf Interpretationssache.
Offene Unsicherheit
Jede Messung hat eine Unsicherheit. Wer sie kennt, nennt sie. Ein Wert ohne Unsicherheitsangabe ist eine halbe Information.
Diese vier Punkte kannst du an jeden Alterstest anlegen, auch an unseren.
Wie wird aus vielen Uhren ein verlässliches Signal?
Nicht eine Uhr entscheidet, sondern das Zusammenspiel.
Epigenetische Uhren können dieselbe Probe unterschiedlich einordnen. Wir erforschen, wie sich diese Abweichungen systematisch erfassen, sinnvoll zusammenführen und für Verlaufsmessungen nutzbar machen lassen.
Mehrere Modelle, dieselbe Probe
Publizierte epigenetische Uhren werden in unserer Analyseumgebung auf denselben Rohdaten vergleichbar gerechnet.
Konsolidierung statt Einzelwert
Übereinstimmung und Spannweite der Kernuhren werden zu einer robusten Gesamtaussage zusammengeführt.
Veränderung vom Rauschen trennen
Wir untersuchen, ab welcher Differenz zwischen zwei Messungen ein belastbares Signal vorliegt.

Die Ansicht macht sichtbar, wie stark einzelne Uhren abweichen und welche Spannweite die konsolidierte Aussage trägt.
Epigenetische Modelle³
24 × 2
24 Uhren, jeweils mit und ohne Referenzimputation.
DNA-Varianten¹
715.579
Je Genotyp-Probe ausgewertet.
Epigenetische Messpunkte²
30.373
Je Methylierungsprobe ausgewertet.
Retest-Abweichung⁴
0,88 J.
Mittlere Abweichung technischer Wiederholungsmessungen aus externen Replikaten. Forschungsstand, noch nicht am eigenen Panel validiert.
Wer steckt hinter dieser Forschung?

Wohin wir unterwegs sind.
Bis Ende 2027 validieren wir unser Verfahren gegen vorab festgelegte Zielgrößen. Das Ziel: Veränderungen früher und stabiler sichtbar machen als eine einzelne Uhr. Ob wir es erreichen, entscheidet die Validierung, und die Ergebnisse wollen wir wissenschaftlich publizieren.
Speichelproben
Optimierung des Verfahrens für Speichel als Probenmaterial, damit die Messung so einfach wird, wie sie präzise ist.
DNA und Epigenetik kombiniert
Den angeborenen vom veränderbaren Anteil trennen, damit klar wird, was Lebensstil wirklich bewegt. Beides Kandidaten für Universitätskooperationen.
Wir messen uns an denselben vier Kriterien, die wir dir gegeben haben.
Diese Seite wächst mit unserer Forschung. Stand: August 2026.
Zum Weiterlesen.
Vier Artikel aus dem Longevity-Blog, die hier anschließen.

Epigenetik & biologisches Alter
Warum epigenetische Uhren kleine Veränderungen noch nicht zeigen
Warum eine einzelne Messung kleine Fortschritte noch nicht sichtbar macht: Rauschen, Wiederholpräzision und was das für Verlaufsmessungen heißt.

Epigenetik & biologisches Alter
Epigenetische Uhren: was sie messen und wie sie sich unterscheiden
Horvath, PhenoAge, GrimAge: was die wichtigsten Uhren messen und worin sie sich unterscheiden.

Epigenetik & biologisches Alter
Wie genau ist ein epigenetischer Alterstest?
Was die Zahl aussagt, wie groß die Messunsicherheit ist und woran du seriöse Anbieter erkennst.

Epigenetik & biologisches Alter
Genetischer und epigenetischer Test: Was dein DNA-Test wirklich misst
DNA-Test und epigenetischer Test im Vergleich: was dein Test wirklich misst und was nicht.
Quellen
Primärliteratur zu den Uhren, die diese Analyse rechnet, und zu ihrer Zuverlässigkeit. Jede Angabe verweist auf die begutachtete Originalarbeit.
Die Uhren in dieser Analyse
- Horvath · Horvath, S.: DNA methylation age of human tissues and cell types. Genome Biology 14, R115 (2013). doi.org/10.1186/gb-2013-14-10-r115
- Hannum · Hannum, G. et al.: Genome-wide methylation profiles reveal quantitative views of human aging rates. Molecular Cell 49, 359–367 (2013). doi.org/10.1016/j.molcel.2012.10.016
- PhenoAge · Levine, M. E. et al.: An epigenetic biomarker of aging for lifespan and healthspan (DNAm PhenoAge). Aging (Albany NY) 10, 573–591 (2018). doi.org/10.18632/aging.101414
- GrimAge 2 · Lu, A. T. et al.: DNA methylation GrimAge version 2. Aging (Albany NY) 14, 9484–9549 (2022). doi.org/10.18632/aging.204434
- Shireby · Shireby, G. L. et al.: Recalibrating the epigenetic clock: implications for assessing biological age in the human cortex. Brain 143, 3763–3775 (2020). doi.org/10.1093/brain/awaa334
Zuverlässigkeit, Diskordanz und klinische Aussagekraft
- Higgins-Chen, A. T. et al.: A computational solution for bolstering reliability of epigenetic clocks. Nature Aging 2, 644–661 (2022). doi.org/10.1038/s43587-022-00248-2
- Shokhirev, M. N. & Johnson, A. A.: Analysis of variability and epigenetic age prediction across microarray and methylation sequencing technologies. GeroScience 47, 6631–6638 (2025). doi.org/10.1007/s11357-025-01824-1
- Garma, L. D. & Quintela-Fandino, M.: Applicability of epigenetic age models to next-generation methylation arrays. Genome Medicine 16, 116 (2024). doi.org/10.1186/s13073-024-01387-4
- Bell, C. G. et al.: DNA methylation aging clocks: challenges and recommendations. Genome Biology 20, 249 (2019). doi.org/10.1186/s13059-019-1824-y
- Sehgal, R. et al.: Biological versus technical reliability of epigenetic clocks and implications for disease prognosis and intervention response. bioRxiv Preprint (2025). Noch nicht peer-reviewed. doi.org/10.1101/2025.10.13.682176
- Marioni, R. E. et al.: DNA methylation age of blood predicts all-cause mortality in later life. Genome Biology 16, 25 (2015). doi.org/10.1186/s13059-015-0584-6
Aus der Arbeit von Prof. Dr. med. Volker Limmroth
- Prävention · Brotons, C. et al.: A systematic review of aspirin in primary prevention: is it time for a new approach? American Journal of Cardiovascular Drugs 15, 113–133 (2015). Systematische Übersicht zur Primärprävention: wo Aspirin Herz-Kreislauf-Ereignissen und Krebs vorbeugen kann und wo das Blutungsrisiko überwiegt. doi.org/10.1007/s40256-014-0100-5
- Schlaganfall · Alegiani, A. C. et al.: Systematic evaluation of stroke thrombectomy in clinical practice: The German Stroke Registry Endovascular Treatment. International Journal of Stroke 14, 372–380 (2019). Bundesweites Register zur Schlaganfall-Behandlung im Versorgungsalltag. Der Schlaganfall ist eine der großen Alterserkrankungen des Gehirns. doi.org/10.1177/1747493018806199
- Verlaufsdaten · Ziemssen, T. et al.: Efficacy and Safety of Alemtuzumab Through 9 Years of Follow-up in Patients with Highly Active Disease. CNS Drugs 34, 973–988 (2020). Neun Jahre Verlaufsdaten zu einer MS-Therapie: wie Therapieerfolg über lange Zeiträume gemessen und bewertet wird. doi.org/10.1007/s40263-020-00749-x
- Therapie-Konsens · Wiendl, H. et al.: Multiple Sclerosis Therapy Consensus Group (MSTCG): position statement on disease-modifying therapies for multiple sclerosis (white paper). Therapeutic Advances in Neurological Disorders 14 (2021). Konsens-Papier für den deutschsprachigen Raum: wann ein gemessener Verlauf eine Therapieentscheidung ändern muss. doi.org/10.1177/17562864211039648
- Das Buch · Limmroth, V. und Wirtz, G.: Der Longevity-Kompass. Ullstein Taschenbuch (2025), ISBN 978-3-548-07014-8. Acht Säulen für gesunde Lebenszeit: das Sachbuch von Prof. Limmroth zur Langlebigkeitsmedizin, gemeinsam mit Dr. Gerd Wirtz. ullstein.de
Methodische Fußnoten
- 715.579 bezeichnet die Genotyp-Markerpositionen je Rohdatensatz im aktuellen Analyseformat. Die Zahl beschreibt den Datenumfang, nicht die Zahl medizinisch interpretierbarer Varianten.
- 30.373 bezeichnet die DNA-Methylierungspositionen je Rohdatensatz im aktuellen Analyseformat. Die Zahl beschreibt den Datenumfang, nicht die Messgenauigkeit.
- Aktueller Modellkatalog: 24 epigenetische Modelle, jeweils mit und ohne Referenzimputation geprüft. Die beiden Rechenwege sind keine zusätzlichen unabhängigen Modelle.
- Interne methodische Auswertung von 37 technischen Replikatpaaren aus externen Datensätzen. Die Kennzahl beschreibt die Wiederholpräzision der jeweils zugrunde liegenden Labor- und Messplattformen; sie ist keine Validierung des aktuellen LIFETIME-Anbieterpanels. Vorläufiger Forschungsstand.